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Kerkhoff: Bistum wusste um Saunagänge
Donnerstag, 15. Juli 2010, 14:16 Uhr

von:

DANIELA VEUGELERS


Kategorie: Startseite, Grenzland, Nettetal

Nettetal/Grenzland. Lange haben die katholische Kirche und das Bistum Aachen geschwiegen, wenn es um den „Fall Georg Kerkhoff“ ging. Am Montag fand auf Einladung des Bistums Aachen in Kooperation mit der „Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen“ im Haus der Caritas in Viersen eine hochspannende Podiumsdiskussion statt.



Zum Thema „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch Priester“ diskutierten Personalchef und Pfarrer Heiner Schmitz, der Psychotherapeut Prof. Dr. Frank Löhrer und Johannes Heibel, Vorsitzender der „Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen“. Wichtigste Erkenntnis des Abends: Das Bistum war bereits im Jahr 2003 darüber informiert, dass Pfarrer Kerkhoff mit minderjährigen Messdienern in die Sauna ging. Außer einem angeordneten Gespräch zwischen Regionaldekan Alexander Schweikert und Kerkhoff, wurde nichts unternommen. Auch Kontrollen in den Folgejahren oder die Information der Gremien vor Ort blieben aus. „Heute würde ich vieles anders machen“, bekannte Personalchef Heiner Schmitz und erkannte, „dass das Bis-tum in dieser Sache Hilfestellung braucht“. Man sei dabei, im Bistum einen Missbrauchsbeauftragten zu installieren.

Schmitz stellte auch klar, dass ohne die Arbeit von Heibel das Verfahren um Pfarrer Kerkhoff nicht so weit gediehen sei: „Dafür möchte ich mich bei Ihnen bedanken.“








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