Leuth. Zum zweiten Mal in einem Monat ist am Mittwochmorgen die Sparkasse Leuth von Einbrechern heimgesucht worden. Insgesamt gehen auf das Konto dieser Täter wahrscheinlich mindestens drei Taten.
Am Mittwoch gegen halb sechs erwachte der Bewohner der Wohnung oberhalb der Sparkassen-Filiale von klopfenden Geräuschen. Das kannte er noch vom 8. Januar. Er griff zum Telefon, alarmierte die Polizei und konnte noch sehen, wie drei vermummte Männer einen Vorschlaghammer und andere Gerätschaften in einen silbernen Audi A6 Kombi warfen und mit dem Wagen in Richtung B221 rasten. Sogar das Kennzeichen konnte er erkennen: DAU - H 2412. Auto und Kennzeichen sind der Polizei nicht unbekannt. Dieser Wagen diente bei einem Einbruch in die Filiale der Volksbank in Wankum am 17. Januar auch schon als Fluchtfahrzeug. Als die Einbrecher am 8. Januar das erste Mal in Leuth waren, hatten sie noch einen silbernen BMW benutzt.
Der Audi und das Kennzeichen sind in der Nacht zum 14. Januar bei einem Autohaus in Bergisch-Gladbach gestohlen worden, das Kennzeichen stammt von einem anderen Wagen, der auch auf dem Gelände stand. Die Polizei geht nach ihren Ermittlungen von einem Zusammenhang zwischen allen drei Taten aus. Ob es auch einen Zusammenhang zu Einbrüchen in Bankfilialen in Venlo gibt, die am 8. und 29. Januar stattfanden, ist bislang unklar. „Wir können das nicht bestätigen - aber auch nicht ausschließen“, sagt Polizeisprecherin Antje Heymanns.
Tatsache ist, dass in den Niederlanden eine andere Täterhandschrift vorliegt - da wurde gesprengt. In den drei Fällen in Deutschland sehen die Tatorte aber sehr ähnlich aus. So wie in Leuth: Die Einbrecher hebelten die Eingangstür am Windfang auf, die Kette, die die Innentür sichern sollte, fiel dem Schneidbrenner zum Opfer. Die Verkleidung des Geldautomaten rissen die Täter herunter, den Automaten selbst schweißten sie auf.